SDS Sozialistischer Deutscher Studentenbund

Am 16. Oktober 1961 beschloss die SPD-Führung daß künftig die Mitgliedschaft im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) mit der Mitgliedschaft in der SPD unvereinbar sei. In den Jahren danach blieb der SDS bestehen, geschwächt und sich selbst neu definierend. „Die Diskussion im SDS in der Phase vom Unvereinbarkeitsbeschluß bis Ende 1964 kreiste immer wieder um die Probleme, welchen Standort und welche Funktion der sozialistischen Intelligenz in der Klassengesellschaft zukomme“ ( Fichter/Lönnendonker, S. 117).

Die Bedeutung des SDS für die 1965 beginnende Jugend- und Protestbewegung von „68“ wird wie eine Selbstverständlichkeit betrachtet. Ein Schlaglicht darauf werfen auch die Zahlen, die für die XXII. o. Delegiertenkonferenz Anfang September 1967 des SDS genannt werden: 70 Delegierte vertraten 35 Hochschulgruppen mit insg. knapp 2000 Mitgliedern, davon ca. 200-250 (?) in Frankfurt am Main.

Der SDS-Bundesvorstand hatte zunächst seinen Sitz in einem Keller in der Kurfürstenstraße 8 und zog Mitte der 60er Jahre in die Wilhelm-Hauff-Straße 5 (oberes Stockwerk). Die SDS-Gruppe Frankfurt tagte vornehmlich im Kolbheim am Beethovenplatz (1. Stock). Auch prominente Professoren diskutieren dort mit den SDS-Genossen. Der Verlag des SDS, Neue Kritik,  befand sich in den gleichen Räumen wie der Bundesvorstand.der sds fordert 1967

sds stempel bundesvorstand

Dokument mit SDS Stempel. Quelle: Apo-Archiv Berlin


sds kurfürstenstraße 8 - 2015

Kurfürstenstraße 8. Eingang (links) zum Büro des SDS Bundesvorstand. Foto: 2015

BUNDESZENTRALE-DES-SDSweb

Wilhelm-Hauff-Str. 5 – Sitz des SDS Bundesvorstands (oberers Stockwerk). Gleichzeitig Sitz des Verlags Neue Kritik. Foto: 2015.

spendet-für-den-vietcong-sds-plakat-gehalten-von-helmutPlakat des SDS (Bundesvorstand). Hochgehalten von Helmut Reinicke.

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