Große Seestraße 46

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Die Wohngemeinschaft in der Großen Seeestraße 46 bezog die Wohnung am 1. Mai 1976.
Abb. oben: Die WG der Großen Seestraße – Ausschnitt aus dem Artikel der FR vom 13. April 1978 unten:

Auch eine andere, ganz simple Rechnung steht vielfach im Vordergrund. Wer mit anderen zusammen eine Wohnung mietet, blättert weniger Geld für Miete, Telefon, Waschmaschine und Kühlschrank hin.
In der Wohngemeinschaft von sechs Berufstätigen in der Bockenheimer Großen Seestraße wechselt beispielsweise die Verantwortlichkeit für Spülen, Saubermachen und Einkauf reihum. Jeder kommt mal dran. Die Hälfte des Nettoeinkommens der vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 25 und 36 Jahren – zwei Lehrern, zwei Angestellten, einem Arbeiter und einem Sozialpädagogen – wird auf ein Bankkonto überwiesen. Aus dem gemeinsamen Topf zahlen die sechs Miete und Lebensmittel, würden daraus in Notzeiten auch mal einen aus ihrem Kreis durchfüttern, der arbeitslos geworden ist.
„Den Alltagskram rationeller gestalten“, umreißt Lehrer Horst Linder eines der Motive für seinen Entschluß, gemeinsam mit anderen zu leben.
Eine „Entlastung“ für sich und seine ebenfalls berufstätige Frau sieht er nicht zuletzt, wenn Tochter Miriam (2) auch mal von den Mitbewohnern morgens in die Krabbelstube gebracht werden kann. Wichtig ist für ihn auch: die traditionelle Über- und Unterordnung abzubauen: „Wenn sich beispielsweise der Mann von der Frau am Fernseher bedienen läßt… Das traut man sich in einer Wohngemeinschaft gar nicht.“ […] „Sehr intensive Gespräche finden nicht regelmäßig statt“, gibt denn auch Linder offen zu. Und: „Wenn jemand zu hohe Ansprüche gestellt hätte, hätte es Konflikte gegeben“. Bei der gemeinsamen regelmäßigen Diskussion am Sonntagabend geht es somit zumeist um ganz banale Fragen: Wer kauft in der nächsten Woche ein? Wer ist an welchem Abend nicht da? Wer putzt und kocht?

Transparent Große Seestraße 46:
Shatterhand zu Winnetou:
Startbahngegner bist auch Du!”
Winnetou zu Shatterhand:
Für Börner gibt´s kein Happy-End!
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